Expertenanalyse: Warum das Martingale-System mathematisch zum Scheitern verurteilt ist
In meinen mehr als 10 Jahren Analyse der Glücksspielmathematik bin ich zahllosen Spielern begegnet, die überzeugt waren, mit Martingale ein 'Gewinnsystem' entdeckt zu haben. Es folgt immer dasselbe Gespräch: die Erklärung, warum die Mathematik das Scheitern von Martingale nicht nur wahrscheinlich, sondern unvermeidlich macht.
Das Problem des exponentiellen Wachstums
Der grundlegende Fehler von Martingale liegt in der Mathematik des exponentiellen Wachstums. Wenn Sie nach jedem Verlust verdoppeln, wächst Ihr erforderlicher Einsatz als 2^n. Mit einem $10-Einsatz benötigen Sie nach nur 7 Verlusten $1.280. Nach 10 Verlusten $10.240. Nach 15 Verlusten $327.680.
Der Spielertrugschluss
Martingale-Anhänger leiden oft unter dem Spielertrugschluss - dem falschen Glauben, dass vergangene Ergebnisse zukünftige Wahrscheinlichkeiten beeinflussen. 'Rot kam 8 Mal nicht, also ist es fällig!' Das ist mathematisch falsch. Jeder Roulette-Spin ist ein unabhängiges Ereignis.
Tischlimits: Schachmatt des Casinos
Selbst mit unendlichem Reichtum setzen Casinos Tischlimits speziell ein, um Martingale zu besiegen. Ein typischer Tisch hat vielleicht $10 Minimum und $1.000 Maximum. Mit $10 Anfangseinsatz können Sie nur 6 Mal verdoppeln, bevor Sie das Limit erreichen.
Historische Fallstudien
Historische Aufzeichnungen aus Monte Carlo zeigen, dass 1913 Schwarz 26 Mal hintereinander kam. Martingale-Spieler, die nach 15 Schwarz auf Rot setzten, benötigten beim 26. Spin das 2048-fache ihres Anfangseinsatzes.
Die Mathematik des Erwartungswerts
Martingale ändert den Erwartungswert nicht. Bei europäischem Roulette hat jeder Einsatz einen Hausvorteil von 2,7%. Ob Sie einmal $10 setzen oder Martingale für 100 Sitzungen verwenden, Ihr erwarteter Verlust pro eingesetztem Dollar bleibt 2,7 Cent.
